Beim Bausparen zahlen die Sparer in einen großen Topf ein, aus dem das Kapital sowie die Zinsen dann als Darlehen entnommen werden. Im Prinzip gilt beim Bausparen also das Solidarprinzip. Dieses reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Damals taten sich Menschen, die sich den Traum einer Immobilie erfüllen wollten, zusammen. Die Überlegung war, die Wartezeit zu verkürzen, die benötigt wird, wenn jeder das Geld einzeln anlegt. Zahlen alle in einen Topf, kann der Erste schon nach einem Bruchteil der ursprünglichen Ansparzeit mit dem Bau beginnen. Damit reduziert sich die durchschnittliche Wartezeit bis zum Baubeginn drastisch. Wie früher besteht ein Bausparvertrag auch heute noch aus vier Phasen.
Der Abschluss
In der ersten Phase werden eine Bausparsumme und ein Bauspartarif festgelegt. Dabei hängt die Entscheidung davon ab, welche Summe pro Monat angespart werden soll, wie flexibel der Vertrag sein soll und wann das Geld aller Voraussicht nach benötigt wird. Dabei werden sowohl die Zinsen für das Guthaben als auch für das spätere Darlehen bereits festgelegt. Somit ist Zinssicherheit auf lange Zeit gegeben.
Die Ansparphase
In dieser Phase wird regelmäßig in den Sparplan eingezahlt. Wie viel letztendlich angespart werden muss, hängt wiederum von der Bausparsumme und dem vereinbarten Bauspartarif ab. In der Regel müssen mindestens vierzig Prozent der Bausparsumme angespart werden, bevor die nächste Phase erreicht werden kann.
Die Zuteilungsphase
In dieser Phase wartet der Bausparer auf die Auszahlung seines Bauspardarlehens. Warten muss der Bausparer deshalb, weil nur so viele Darlehen ausbezahlt werden dürfen, wie Geld im Guthabentopf ist. Erreicht der Bausparer das vereinbarte Mindestguthaben und erfüllt er zudem noch weitere Kriterien, wie zum Beispiel die Bewertungszahl, erhält er sein Darlehen ausbezahlt.
Das Darlehen
Nachdem das Darlehen ausbezahlt worden ist, beginnt die Tilgungsphase. Die dabei zu entrichtende Rate setzt sich aus der Tilgung und dem bei Abschluss des Vertrages festgelegtem Zins zusammen. Dabei ist die Belastung in der Regel um einiges höher als bei einem normalen Bankkredit. Der Grund hierfür ist, dass die Tilgungszeit bei Bauspardarlehen deutlich kürzer ist, als es bei normalen Darlehen der Fall ist.
